Das harte dreiwöchige Trainingslager im November in der bulgarischen Höhe des Belmeken brachte sie mit Bravour hinter sich. Bei den anschließenden Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Remscheid erschwamm sie sich die Goldmedaille über 200m Freistil sowie einige neue Bestzeiten. Doch dann kam der Rückschlag. Ein grippaler Infekt bedeutete zwei Wochen Zwangspause.

Unterkriegen ließ sich Denise Grahl davon freilich nicht. Bei ihrem ersten Saisonwettkampf auf der Langbahn und damit der ersten Qualifikationsmöglichkeit für die Paralympics in Rio 2016 knackte Denise die Normen der Abteilung Schwimmen des Deutschen Behindertensportverbandes. Diese entsprechen dem 6. Platz der Weltrangliste vom Jahr 2015.

Beim Amsterdam Swim Cup vom 11. bis 13. Dezember 2015 schwamm die 22-jährige vom Hanse SV Rostock über 50m Freistil am Samstag 34,53 s und war damit zwei Hundertstel schneller als die geforderte Norm. Einen Tag später machte es Denise im Vorlauf über 100m Freistil noch spannender. Die Uhr blieb bei 1:15,53 min stehen. Um  eine Hundertstel die Norm unterboten. Dies reichte außerdem zum Erreichen des startklassenübergreifenden Finales. Dort konnte sich Denise durch taktische Änderungen in der Renngestaltung deutlich steigern und verbesserte sich sogar auf 1:14,55 min.

Durch das frühzeitige Erreichen der Qualifikationskriterien kann sich Denise Grahl nun voll auf die Paralympischen Spiele vom 8. bis 17. September 2016 in Rio de Janeiro (BRA) fokussieren. Der VBRS M-V und der Hanse SV Rostock wünschen auf diesem Weg ein gutes Gelingen und viel Erfolg.